Solaranlage
Wie viel Photovoltaik brauche ich für 3.000 bis 5.000 kWh?
Rechnerisch reichen 3 kWp für 3.000 kWh und 5 kWp für 5.000 kWh, sinnvoll sind oft 6 bis 10 kWp. kWp-Tabellen, Eigenverbrauch, Speicher, Dachfläche.
Das Wichtigste in Kürze
- 1 kWp nach Süden mit 35 Grad Neigung erzeugt laut PVGIS in Hamburg rund 990 kWh im Jahr, in der Mitte Deutschlands rund 1.030 kWh und in München rund 1.140 kWh.
- Bilanziell decken damit rund 3 kWp einen Verbrauch von 3.000 kWh, rund 4 kWp 4.000 kWh und rund 5 kWp 5.000 kWh; auf einem Ost-West-Dach braucht es etwa 20 Prozent mehr.
- Ohne Speicher deckt ein Haushalt laut Verbraucherzentrale typischerweise etwa 30 Prozent seines Jahresverbrauchs mit Solarstrom, mit Speicher etwa 70 Prozent.
- Je kWp braucht eine Dachanlage laut Verbraucherzentrale etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche.
- Größere Anlagen sind je kWp günstiger: Die Verbraucherzentrale nennt für 4 bis 6 kWp im Mittel 2.090 Euro je kWp, für 9 bis 10 kWp 1.410 Euro (Angebote 2025 bis 2026).
Für 3.000 kWh Jahresverbrauch reichen rechnerisch rund 3 kWp nach Süden, für 5.000 kWh rund 5 kWp, denn 1 kWp erzeugt in Deutschland laut PVGIS rund 990 bis 1.140 kWh im Jahr. Sinnvoll sind meist 6 bis 10 kWp: Ohne Speicher verbraucht ein Haushalt nur einen Teil seines Solarstroms zeitgleich selbst. Mit Wärmepumpe oder E-Auto darf es mehr sein, jedes kWp braucht 5 bis 7 Quadratmeter Dach.
Die kurze Antwort in einer Tabelle
Die Größe einer PV-Anlage hängt an drei Zahlen: deinem Jahresverbrauch, dem Ertrag je kWp an deinem Dach und der Frage, ob ein Speicher dazukommt. Die Tabelle fasst das Ergebnis dieses Guides für die Mitte Deutschlands zusammen; die Herleitung folgt in den Abschnitten darunter.
| Jahresverbrauch | bilanziell nötig, Süd | bilanziell nötig, Ost-West | sinnvolle Größe ohne Speicher | sinnvolle Größe mit Speicher |
|---|---|---|---|---|
| 3.000 kWh | rund 2,9 kWp | rund 3,6 kWp | 4 bis 6 kWp | 5 bis 8 kWp mit etwa 5 kWh |
| 4.000 kWh | rund 3,9 kWp | rund 4,8 kWp | 5 bis 8 kWp | 6 bis 10 kWp mit 5 bis 8 kWh |
| 5.000 kWh | rund 4,8 kWp | rund 6,0 kWp | 6 bis 10 kWp | 8 bis 10 kWp mit 5 bis 10 kWh |
| 8.000 kWh (mit Wärmepumpe) | rund 7,7 kWp | rund 9,7 kWp | so viel, wie das Dach hergibt | 10 kWp und mehr mit etwa 10 kWh |
“Bilanziell” heißt: Die Anlage erzeugt im Jahr so viel Strom, wie du verbrauchst. Das ist eine Untergrenze, keine Empfehlung, denn der meiste Strom entsteht mittags im Sommer und der meiste Verbrauch abends und im Winter. Die Spalten “sinnvoll” sind redaktionelle Empfehlungen auf Basis der Modellrechnungen unten und der Preisstaffel der Verbraucherzentrale.
Wie viel Strom 1 kWp erzeugt
Kilowatt Peak, kurz kWp, ist die Nennleistung der Module unter Standard-Testbedingungen. Wie viele Kilowattstunden daraus im Jahr werden, hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Der Photovoltaik-Rechner PVGIS der EU-Kommission liefert dafür frei zugängliche Werte. Die folgende Tabelle zeigt den Jahresertrag je kWp, Strahlungsdaten 2005 bis 2023, 14 Prozent Systemverluste, ohne Verschattung.
| Standort | Süd, 35 Grad | Südost oder Südwest, 35 Grad | Ost oder West, 35 Grad | flach, 0 Grad |
|---|---|---|---|---|
| Hamburg | rund 990 kWh | rund 930 kWh | rund 780 kWh | rund 820 kWh |
| Mitte Deutschlands | rund 1.030 kWh | rund 980 kWh | rund 830 kWh | rund 880 kWh |
| München | rund 1.140 kWh | rund 1.070 kWh | rund 890 kWh | rund 950 kWh |
| Wien | rund 1.175 kWh | keine Abfrage | rund 920 kWh | rund 980 kWh |
| Zürich | rund 1.150 kWh | keine Abfrage | rund 900 kWh | rund 970 kWh |
Für die Planung reicht eine Faustzahl: in Deutschland rund 1.000 kWh je kWp nach Süden, rund 800 kWh nach Osten oder Westen. Ein Ost-West-Satteldach mit Modulen auf beiden Seiten liefert je kWp also rund ein Fünftel weniger, bietet aber meist doppelt so viel Fläche wie die Südseite allein. Die genaue Neigung ist nach Süden zwischen 25 und 45 Grad fast egal; auf Ost- und Westdächern sind flachere Dächer besser.
Rechne deinen eigenen Wert in PVGIS nach: Standort auf der Karte wählen, Leistung 1 kWp, Neigung und Ausrichtung (Azimut 0 für Süd, minus 90 für Ost, plus 90 für West) eintragen. Liegt dein Dach im Schatten von Bäumen, Gauben oder Nachbarhäusern, zieh je nach Stärke der Verschattung 5 bis 20 Prozent ab oder lass die Verschattung im Angebot simulieren.
Bilanzielle Größe: Verbrauch geteilt durch Ertrag
Die einfachste Rechnung lautet: Jahresverbrauch geteilt durch den Ertrag je kWp. Das ergibt die Leistung, die übers Jahr gerechnet genauso viel erzeugt, wie du verbrauchst.
| Jahresverbrauch | Hamburg, Süd | Mitte, Süd | Mitte, Südost/Südwest | Mitte, Ost-West | München, Süd |
|---|---|---|---|---|---|
| 3.000 kWh | 3,0 kWp | 2,9 kWp | 3,1 kWp | 3,6 kWp | 2,6 kWp |
| 4.000 kWh | 4,1 kWp | 3,9 kWp | 4,1 kWp | 4,8 kWp | 3,5 kWp |
| 5.000 kWh | 5,1 kWp | 4,8 kWp | 5,1 kWp | 6,0 kWp | 4,4 kWp |
| 6.000 kWh | 6,1 kWp | 5,8 kWp | 6,1 kWp | 7,2 kWp | 5,3 kWp |
| 8.000 kWh | 8,1 kWp | 7,7 kWp | 8,2 kWp | 9,7 kWp | 7,0 kWp |
Den eigenen Jahresverbrauch findest du auf der letzten Stromabrechnung. Zur Einordnung: co2online nennt nach dem Stromspiegel für ein Einfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung rund 2.700 kWh bei zwei, 3.500 kWh bei drei und 3.800 kWh bei vier Personen; mit elektrischem Warmwasser 3.200, 4.100 und 4.700 kWh.
Warum die bilanzielle Größe nicht reicht, zeigt der Jahresverlauf. Ein Süddach in der Mitte Deutschlands erzeugt laut PVGIS je kWp im Juni rund 130 kWh, im Dezember nur rund 26 kWh. Eine bilanziell passende 4-kWp-Anlage liefert im Juni rund 520 kWh bei einem Verbrauch von knapp 290 kWh und im Dezember rund 105 kWh bei einem Verbrauch von knapp 400 kWh (Verbrauch nach BDEW-Standardlastprofil H25). Im Sommer fließt der größte Teil ins Netz, im Winter kommt der größte Teil aus dem Netz.
Eigenverbrauch und Autarkie: zwei Kennzahlen, die man verwechselt
Zwei Begriffe bestimmen jede PV-Planung, und Angebote nutzen sie oft unscharf:
- Eigenverbrauchsanteil: welcher Teil des erzeugten Solarstroms im Haus verbraucht wird. Er sinkt, je größer die Anlage ist.
- Autarkiegrad: welcher Teil deines Verbrauchs mit eigenem Solarstrom gedeckt wird. Er steigt mit der Anlagengröße, aber immer langsamer.
Eine kleine Anlage hat einen hohen Eigenverbrauchsanteil und einen niedrigen Autarkiegrad, eine große Anlage umgekehrt. Wirtschaftlich zählt beides: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den Arbeitspreis von rund 33 Cent, jede eingespeiste bringt bei Inbetriebnahme bis Ende 2026 für Anlagen bis 10 kWp 7,70 Cent. Der BDEW-Durchschnittspreis von rund 37 Cent enthält den Grundpreis, den du mit und ohne PV-Anlage zahlst.
Die Verbraucherzentrale nennt als typische Werte: Eine PV-Anlage deckt etwa 30 Prozent des jährlichen Haushaltsstroms, mit Batteriespeicher etwa 70 Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit 5 kWp ohne Speicher gibt sie 20 bis 30 Prozent Eigenverbrauch an, mit Speicher 50 bis 60 Prozent.
Modellrechnung: Autarkie nach Anlagengröße und Speicher
Wie sich Größe und Speicher auf deinen Haushalt auswirken, haben wir mit einer stündlichen Simulation abgeschätzt. Annahmen: PVGIS-Stundenwerte 2019 bis 2023 für ein Süddach mit 35 Grad in der Mitte Deutschlands, Haushaltsverbrauch nach dem BDEW-Standardlastprofil H25 von 2025, Speicher mit der angegebenen nutzbaren Kapazität, 4 Kilowatt Lade- und Entladeleistung, 90 Prozent Wirkungsgrad für Laden und Entladen zusammen, kein Laden aus dem Netz.
Standardlastprofile mitteln viele Haushalte und glätten kurze Spitzen wie Wasserkocher oder Backofen. Reale Haushalte erreichen deshalb meist einige Prozentpunkte weniger Autarkie, vor allem ohne Speicher; die Werte der Verbraucherzentrale oben sind die vorsichtigere Orientierung. Für den Vergleich der Varianten untereinander taugt das Modell gut.
| Verbrauch | Anlage | Autarkie ohne Speicher | mit 5 kWh | mit 10 kWh |
|---|---|---|---|---|
| 3.000 kWh | 3 kWp | rund 36 Prozent | rund 67 Prozent | rund 70 Prozent |
| 3.000 kWh | 5 kWp | rund 40 Prozent | rund 75 Prozent | rund 79 Prozent |
| 3.000 kWh | 8 kWp | rund 43 Prozent | rund 81 Prozent | rund 86 Prozent |
| 4.000 kWh | 4 kWp | rund 36 Prozent | rund 64 Prozent | rund 69 Prozent |
| 4.000 kWh | 6 kWp | rund 39 Prozent | rund 70 Prozent | rund 76 Prozent |
| 4.000 kWh | 10 kWp | rund 43 Prozent | rund 76 Prozent | rund 84 Prozent |
| 5.000 kWh | 5 kWp | rund 36 Prozent | rund 60 Prozent | rund 68 Prozent |
| 5.000 kWh | 8 kWp | rund 40 Prozent | rund 67 Prozent | rund 76 Prozent |
| 5.000 kWh | 10 kWp | rund 41 Prozent | rund 70 Prozent | rund 79 Prozent |
Drei Ergebnisse lassen sich daraus ablesen:
- Ohne Speicher wächst die Autarkie kaum über gut 40 Prozent, egal wie groß die Anlage ist. Bei 4.000 kWh bringt der Sprung von 4 auf 10 kWp nur sieben Prozentpunkte. Was mittags zu viel ist, fließt ins Netz.
- Der Speicher ist der größere Hebel als die Anlagengröße. Schon 5 kWh heben die Autarkie um rund 30 Prozentpunkte.
- Die zweite Hälfte der Speicherkapazität bringt weniger als die erste. Bei 4.000 kWh und 6 kWp steigert der Schritt von 0 auf 5 kWh die Autarkie um 31 Punkte, der Schritt von 5 auf 10 kWh nur um 6.
Ein Ost-West-Dach verschiebt die Werte leicht. Ohne Speicher liegt die Autarkie in unserer Rechnung bei gleicher kWp-Zahl ein bis zwei Punkte höher als nach Süden, weil der Strom früher am Morgen und länger am Abend kommt. Mit Speicher liegt sie einige Punkte niedriger, weil insgesamt weniger erzeugt wird. Den Gegencheck für deinen Haushalt liefert der Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin.
Wie viel Photovoltaik für 3.000 kWh?
Ein Haushalt mit 3.000 kWh, nach den Stromspiegel-Werten typisch für zwei bis drei Personen im Einfamilienhaus ohne elektrisches Warmwasser, braucht bilanziell rund 3 kWp nach Süden. Eine solche Anlage deckt ohne Speicher in unserer Modellrechnung rund 36 Prozent des Verbrauchs und verbraucht rund ein Drittel ihres Stroms selbst.
Mit 5 kWp steigt die Autarkie ohne Speicher nur auf rund 40 Prozent, mit einem 5-kWh-Speicher aber auf rund drei Viertel. Bei dieser Verbrauchsmenge ist ein großer Speicher selten sinnvoll: 10 statt 5 kWh bringen bei 5 kWp nur noch vier Punkte. Wer ein kleines Dach hat oder wenig investieren will, ist mit 4 bis 6 kWp gut bedient. Ein Wermutstropfen ist der Preis: Kleine Anlagen kosten je kWp deutlich mehr, und der Abstand zu einem guten Balkonkraftwerk mit vier Modulen wird bei sehr kleinem Verbrauch kleiner.
Wie viel Photovoltaik für 4.000 kWh?
4.000 kWh entsprechen etwa einem Vier-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus; der Stromspiegel nennt dafür 3.800 kWh ohne und 4.700 kWh mit elektrischem Warmwasser. Bilanziell reichen rund 4 kWp nach Süden oder 5 kWp nach Osten und Westen. In unserer Modellrechnung deckt eine 6-kWp-Anlage ohne Speicher rund 39 Prozent, mit 5 kWh rund 70 Prozent und mit 10 kWh rund 76 Prozent des Verbrauchs.
Für diesen Verbrauch sind 6 bis 10 kWp der typische Bereich. Ob 6 oder 10, entscheidet vor allem das Dach und das Budget: Die zusätzlichen Module sind günstig, weil Wechselrichter, Gerüst und Anmeldung ohnehin anfallen, und künftige Verbraucher wie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe sind dann schon abgedeckt. Das Rechenbeispiel unten zeigt, warum 10 kWp trotz niedrigerem Eigenverbrauchsanteil wirtschaftlich vorn liegen können.
Wie viel Photovoltaik für 5.000 kWh?
5.000 kWh verbraucht etwa ein Fünf-Personen-Haushalt oder ein großer Haushalt mit elektrischer Warmwasserbereitung. Bilanziell sind rund 5 kWp nach Süden oder 6 kWp nach Osten und Westen nötig. Mit 8 kWp und 10 kWh Speicher kommt unsere Modellrechnung auf rund 76 Prozent Autarkie, mit 10 kWp auf rund 79 Prozent.
Bei 5.000 kWh lohnt ein genauer Blick, woher der Verbrauch kommt. Wird Warmwasser elektrisch erzeugt, kann ein Teil des Mittagsüberschusses direkt in den Speicher des Boilers fließen; wie das mit Heizstab oder Wärmepumpenboiler funktioniert, steht im Guide zu Warmwasser mit Photovoltaik. Steckt in den 5.000 kWh ein E-Auto, entscheidet der Ladezeitpunkt mehr als die Speichergröße, wie das Szenario unten zeigt.
Dachfläche: Wie viel Platz ein kWp braucht
Die Verbraucherzentrale rechnet mit etwa 5 bis 7 Quadratmetern Dachfläche je kWp. Ein aktuelles Modul mit rund 440 Watt Peak hat knapp 2 Quadratmeter Fläche; dazu kommen Abstände zwischen den Modulen, zu First, Traufe und Ortgang und Flächen, die Fenster, Gauben und Schornsteine belegen.
| Anlagengröße | Module à 440 Wp | reine Modulfläche | Dachfläche nach Verbraucherzentrale |
|---|---|---|---|
| 3 kWp | 7 Module (3,08 kWp) | rund 14 m² | etwa 15 bis 21 m² |
| 5 kWp | 12 Module (5,28 kWp) | rund 23 m² | etwa 25 bis 35 m² |
| 8 kWp | 18 Module (7,92 kWp) | rund 35 m² | etwa 40 bis 56 m² |
| 10 kWp | 23 Module (10,12 kWp) | rund 45 m² | etwa 50 bis 70 m² |
| 12 kWp | 27 Module (11,88 kWp) | rund 53 m² | etwa 60 bis 84 m² |
Bietet eine Dachseite 50 Quadratmeter nutzbare Fläche, passen nach dieser Faustregel 7 bis 10 kWp; auf einem Satteldach mit Ost- und Westseite das Doppelte. Ein Reihenmittelhaus mit sechs Metern Breite kommt dagegen schnell an Grenzen, zumal manche Landesbauordnungen Abstände zu Brandwänden verlangen.
Wie Haken, Schienen und Klemmen auf das Dach kommen und was die Dachhaut verträgt, erklärt der Guide zum PV-Montagesystem. Ist das Dach zu klein, kann ein Carport zusätzliche Fläche liefern; Kosten und Genehmigung stehen im Guide zum Solar-Carport.
Preis je kWp: Warum größer oft günstiger ist
Die Verbraucherzentrale hat für ihre Preisübersicht (Stand 3. November 2026) 71 Angebote für PV-Anlagen und 70 für Speicher ausgewertet, die ihre Energieberater zwischen Januar 2025 und August 2026 gesehen haben. Die Preise sind netto, für Privatleute entfällt die Umsatzsteuer nach § 12 Absatz 3 UStG. Speicher, Notstrom und Arbeiten am Zählerschrank sind in den Anlagenpreisen nicht enthalten.
| Anlagengröße | Mittlerer Preis je kWp | Beispiel |
|---|---|---|
| 4 bis 6 kWp | 2.090 Euro | 5 kWp rund 10.450 Euro |
| über 6 bis 8 kWp | 1.820 Euro | 8 kWp rund 14.560 Euro |
| über 8 bis 9 kWp | 1.520 Euro | 9 kWp rund 13.680 Euro |
| über 9 bis 10 kWp | 1.410 Euro | 10 kWp rund 14.100 Euro |
| über 10 bis 12 kWp | 1.290 Euro | 12 kWp rund 15.480 Euro |
| Speichergröße | Mittlerer Preis je kWh |
|---|---|
| 4 bis 6 kWh | 510 Euro |
| über 6 bis 8 kWh | 480 Euro |
| über 8 bis 10 kWh | 410 Euro |
| über 10 bis 12 kWh | 390 Euro |
Die Staffel zeigt einen Effekt, der die Größenfrage oft entscheidet: Wechselrichter, Gerüst, Planung und Anmeldung kosten bei 5 kWp fast so viel wie bei 10 kWp. Nach den Mittelwerten ist eine 10-kWp-Anlage nicht teurer als eine mit 8 kWp. Die Verbraucherzentrale betont, dass die Preise innerhalb jeder Klasse stark streuen und die Tabelle keine aktuelle Preisliste ist; vergleiche deshalb immer mehrere Angebote. Wie du das Zeile für Zeile machst, steht im Guide zum Vergleich von Anbietern.
Zwei Regeln setzen der Größe Grenzen. Über 7 kW installierter Leistung gehört die Anlage zum Pflicht-Rollout intelligenter Messsysteme; § 30 des Messstellenbetriebsgesetzes deckelt die Kosten bei Anlagen über 7 bis 15 kW auf 130 Euro brutto im Jahr, wovon du höchstens 50 Euro trägst und den Rest der Netzbetreiber. Und bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems dürfen Anlagen unter 25 kW mit Einspeisevergütung nach § 9 Absatz 2 EEG höchstens 60 Prozent ihrer installierten Leistung einspeisen. Nach unserer Auswertung der PVGIS-Stundenwerte kostet das ein Süddach ohne jeden Eigenverbrauch höchstens rund 5 Prozent des Jahresertrags, ein Ost-West-Dach praktisch nichts; mit Eigenverbrauch und Speicher ist der Verlust noch kleiner.
Rechenbeispiel: 5, 8 oder 10 kWp für 4.000 kWh
Das folgende Beispiel ist eine Modellrechnung mit offenen Annahmen, keine Prognose für dein Haus. Haushalt mit 4.000 kWh in der Mitte Deutschlands, Süddach mit 35 Grad, Erträge und Eigenverbrauch aus der Simulation oben, Preise nach den Mittelwerten der Verbraucherzentrale, Arbeitspreis 33 Cent, Einspeisevergütung 7,70 Cent bei Inbetriebnahme bis Ende 2026. Laufende Kosten (Annahme): 100 Euro im Jahr bei 5 kWp, 150 Euro über 7 kW einschließlich 50 Euro für das intelligente Messsystem, 200 Euro mit Speicher.
| Posten | 5 kWp | 8 kWp | 10 kWp | 10 kWp mit 10 kWh |
|---|---|---|---|---|
| Investition | rund 10.450 Euro | rund 14.560 Euro | rund 14.100 Euro | rund 18.200 Euro |
| Jahresertrag | rund 5.260 kWh | rund 8.410 kWh | rund 10.510 kWh | rund 10.510 kWh |
| selbst verbraucht | rund 1.510 kWh | rund 1.650 kWh | rund 1.710 kWh | rund 3.340 kWh |
| Ersparnis Netzstrom | rund 500 Euro | rund 545 Euro | rund 565 Euro | rund 1.100 Euro |
| eingespeist | rund 3.740 kWh, 290 Euro | rund 6.760 kWh, 520 Euro | rund 8.800 kWh, 680 Euro | rund 7.000 kWh, 540 Euro |
| laufende Kosten | rund 100 Euro | rund 150 Euro | rund 150 Euro | rund 200 Euro |
| Überschuss pro Jahr | rund 690 Euro | rund 915 Euro | rund 1.095 Euro | rund 1.440 Euro |
| einfache Amortisation | rund 15 Jahre | rund 16 Jahre | rund 13 Jahre | rund 12,6 Jahre |
Mit den Durchschnittspreisen der Verbraucherzentrale rechnet sich die 10-kWp-Anlage am schnellsten, obwohl sie nur rund 16 Prozent ihres Stroms selbst verbraucht. Die Einspeisevergütung trägt den größten Teil des Ertrags, und der niedrige Preis je kWp macht die zusätzlichen Module fast kostenlos. Die 8-kWp-Anlage schneidet hier schlecht ab, weil die Preisklasse über 6 bis 8 kWp im Mittel deutlich teurer ist; ein konkretes Angebot kann das umdrehen. Nicht eingerechnet sind Preissteigerungen, die Alterung der Module, ein Wechselrichtertausch nach 10 bis 15 Jahren und ein Speichertausch.
Diese Rechnung hängt an der festen Vergütung. Der Regierungsentwurf zum EEG 2027 vom 29. Juli 2026 sieht für neue kleine Anlagen statt der festen Vergütung eine befristete Übergangszahlung für höchstens 36 Kalendermonate vor, danach Direktvermarktung; Dachanlagen unter 100 kW sollen ihre Einspeisung dauerhaft auf 50 Prozent der Leistung begrenzen. Stand 4. November 2026 war das Gesetz nicht beschlossen; einen Termin für die abschließende Abstimmung im Bundestag haben wir in den veröffentlichten Tagesordnungen nicht gefunden. Für Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, gilt nach dem Entwurf weiter das bisherige Recht. Wer später baut, sollte stärker auf Eigenverbrauch planen: Die Anlage wird dann eher etwas kleiner, der Speicher wichtiger. Wie Speicher und 10 kWp zusammenspielen, rechnet der Guide zur PV-Anlage mit 10 kWp und Speicher ausführlich durch.
Szenario Wärmepumpe: mehr kWp, aber nicht mehr Winterstrom
Mit einer Wärmepumpe steigt der Stromverbrauch eines Einfamilienhauses deutlich. Ein Beispiel: 14.000 kWh Heizwärme und Warmwasser bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 ergeben 4.000 kWh Strom. Der Feldtest des Fraunhofer ISE hat für Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,3 gemessen, mit einer Spanne von 2,4 bis 4,0.
Das Problem ist die Verteilung. In unserer Modellrechnung entfallen von 4.000 kWh Wärmepumpenstrom rund 660 kWh auf den Januar und nur rund 65 kWh auf den Juli. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt im Januar aber nur rund 320 kWh. Für den Haushalt mit 4.000 kWh Grundverbrauch plus 4.000 kWh Wärmepumpe ergibt die Simulation:
| Anlage | Autarkie ohne Speicher | mit 5 kWh | mit 10 kWh |
|---|---|---|---|
| 6 kWp | rund 27 Prozent | rund 42 Prozent | rund 48 Prozent |
| 8 kWp | rund 29 Prozent | rund 45 Prozent | rund 53 Prozent |
| 10 kWp | rund 31 Prozent | rund 48 Prozent | rund 56 Prozent |
| 12 kWp | rund 32 Prozent | rund 50 Prozent | rund 58 Prozent |
Die Verbraucherzentrale nennt für Haushalt und Wärmepumpe ohne Speicher etwa 20 bis 30 Prozent Eigenversorgung, mit Speicher etwa 40 Prozent; unsere Modellwerte liegen darüber, weil das Profil der Wärmepumpe geglättet ist. Die Konsequenz bleibt dieselbe: Mehr kWp helfen im Frühjahr und Herbst, gegen den Winter hilft auch eine große Anlage nur begrenzt. Plane mit Wärmepumpe so viel Leistung, wie das Dach sinnvoll hergibt, und nutze Überschuss über die SG-Ready-Schnittstelle der Wärmepumpe, die den Warmwasser- oder Pufferspeicher bei Sonne höher aufheizt. Welche Speichergröße dann passt, steht im Guide zum Stromspeicher mit 10 kWh, für sehr große Anlagen im Guide zum Stromspeicher mit 20 kWh.
Szenario E-Auto: der Ladezeitpunkt zählt
Ein E-Auto mit 12.000 Kilometern im Jahr und rund 18 kWh je 100 Kilometer einschließlich Ladeverlusten braucht etwa 2.200 kWh; wir rechnen mit 2.000 kWh zusätzlich zu 4.000 kWh Haushaltsstrom. Entscheidend ist, wann das Auto lädt. Die Simulation vergleicht Laden am frühen Abend nach der Heimkehr mit Laden in den Mittagsstunden, etwa im Homeoffice oder am Wochenende mit Überschussladen.
| Anlage | Laden abends, ohne Speicher | Laden mittags, ohne Speicher | Laden abends, 10 kWh Speicher | Laden mittags, 10 kWh Speicher |
|---|---|---|---|---|
| 6 kWp | rund 28 Prozent | rund 47 Prozent | rund 65 Prozent | rund 70 Prozent |
| 8 kWp | rund 30 Prozent | rund 50 Prozent | rund 70 Prozent | rund 75 Prozent |
| 10 kWp | rund 32 Prozent | rund 53 Prozent | rund 74 Prozent | rund 79 Prozent |
Wer mittags laden kann, erreicht ohne Speicher rund 20 Prozentpunkte mehr Autarkie als beim Laden am Abend. Wer nur abends lädt, braucht den Speicher, um überhaupt nennenswert Solarstrom ins Auto zu bekommen; ein 10-kWh-Speicher wird dann allerdings vor allem zum Zwischenlager für das Auto. Eine Wallbox mit Überschussladen ist meist günstiger als zusätzliche Speicherkapazität. Für ein E-Auto plane eher 2 kWp mehr ein, als die Tabelle für den reinen Haushalt nennt.
In sechs Schritten zur passenden Anlagengröße
-
Verbrauch ermitteln. Jahresverbrauch der letzten zwei bis drei Abrechnungen notieren. Geplante Verbraucher dazurechnen: E-Auto rund 2.000 kWh, Wärmepumpe 3.000 bis 6.000 kWh, elektrisches Warmwasser laut den Stromspiegel-Werten von co2online rund 500 bis 900 kWh bei zwei bis vier Personen im Einfamilienhaus.
-
Dachfläche und Ausrichtung prüfen. Nutzbare Fläche je Dachseite abschätzen, Fenster, Gauben, Schornsteine und Randabstände abziehen, Verschattung über den Tag beobachten. Mit 5 bis 7 m² je kWp ergibt sich die maximale Leistung.
-
Ertrag je kWp abfragen. In PVGIS Standort, Neigung und Ausrichtung eintragen. Bei Ost-West beide Seiten getrennt rechnen und addieren.
-
Bilanzielle Untergrenze und Dachgrenze vergleichen. Verbrauch geteilt durch Ertrag je kWp ist die Untergrenze, die Dachfläche die Obergrenze. Die sinnvolle Größe liegt meist näher an der Obergrenze, solange das Budget reicht.
-
Speicher entscheiden. Mit dem Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin oder der Tabelle oben prüfen, was 5 und 10 kWh bringen. Den Speicher so wählen, dass er an typischen Tagen abends geleert wird.
-
Angebote vergleichen. Mindestens drei Angebote mit gleicher kWp-Zahl einholen, Preis je kWp, Ertragsprognose, Zählerschrank und Messkonzept vergleichen.
Checkliste für das Angebot
- Ertragsprognose mit Quelle. Eine Prognose in kWh je kWp, die deutlich über den PVGIS-Werten für deinen Standort liegt, ist ein Warnsignal. Frag nach Simulationsprogramm und Verschattungsannahmen.
- Modulzahl und Leistung je Modul. Die kWp-Zahl ergibt sich aus Modulzahl mal Nennleistung; vergleiche Angebote nur bei ähnlicher Gesamtleistung.
- Wechselrichter passend dimensioniert. Leicht kleiner als die Modulleistung ist üblich, vor allem bei Ost-West; ein deutlich zu kleiner Wechselrichter kostet Ertrag.
- Nutzbare Speicherkapazität. Die Nennkapazität liegt oft über der nutzbaren. Gerechnet wird mit der nutzbaren.
- Messkonzept und Zählerschrank. Wer über 7 kW plant, braucht ein intelligentes Messsystem; ein alter Zählerschrank muss oft erneuert werden, was in den Durchschnittspreisen nicht enthalten ist.
- Erweiterbarkeit. Lässt sich der Speicher später vergrößern, hat der Wechselrichter Reserven für zusätzliche Module?
- Eigenverbrauch und Autarkie getrennt ausgewiesen. Ein Angebot, das nur von “Ersparnis” spricht, ohne beide Kennzahlen und die Annahmen zum Strompreis zu nennen, ist schwer zu prüfen.
Häufige Fehler bei der Größenwahl
- Anlage auf bilanziell 100 Prozent ausgelegt. Folge: Man hält das Ergebnis für Autarkie und ist enttäuscht, wenn die Stromrechnung nur um ein Drittel sinkt. Lösung: Autarkie und Eigenverbrauch getrennt betrachten.
- Dach nur halb belegt, um Eigenverbrauch hoch zu halten. Folge: Höherer Preis je kWp, später teure Nachrüstung mit neuem Gerüst. Lösung: Fläche nutzen, solange der Preis je kWp sinkt.
- Speicher so groß wie der Tagesverbrauch im Winter. Folge: Im Winter bleibt er leer, im Sommer wird er nicht voll ausgenutzt. Lösung: an typischen Sommer- und Übergangstagen auslegen.
- Künftige Verbraucher vergessen. Folge: Wärmepumpe oder E-Auto kommen zwei Jahre später, das Dach ist schon belegt. Lösung: geplante Verbraucher einrechnen oder Platz und Wechselrichterreserve lassen.
- Ost-West als zweite Wahl abgetan. Folge: Die Anlage bleibt klein. Lösung: Ost-West liefert je kWp weniger, aber auf doppelter Fläche, und passt gut zum Tagesverbrauch.
- Ertragsprognose ohne Verschattung. Folge: Die Anlage liefert 10 bis 20 Prozent weniger als geplant. Lösung: Verschattung simulieren lassen.
Kleine Anlage oder Balkonkraftwerk
Unter etwa 2.000 kWh Verbrauch, in einer Mietwohnung oder bei sehr kleinem Budget ist eine Dachanlage oft nicht die beste Lösung. Ein Balkonkraftwerk mit zwei bis vier Modulen und 800 Watt Wechselrichterleistung kostet einen Bruchteil, braucht keinen Elektriker für den Anschluss und deckt bei kleinem Verbrauch einen spürbaren Teil des Tagesgrundverbrauchs. Es ersetzt aber keine Dachanlage: Mehr als 800 Watt speist es nie ein, und große Verbraucher wie Wärmepumpe oder Auto bleiben unberührt. Wann sich die kleine Lösung rechnet, steht im Guide zur Frage, ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt.
Österreich und Schweiz
In Österreich liegen die Erträge etwas höher: PVGIS nennt für Wien nach Süden mit 35 Grad rund 1.175 kWh je kWp, nach Osten oder Westen rund 920 kWh. Bilanziell reichen für 4.000 kWh damit rund 3,4 kWp nach Süden. Eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung über 20 Jahre wie in Deutschland gibt es für neue Kleinanlagen nach unserem Stand nicht; du verkaufst den Überschuss an einen Energieversorger oder an die Ökostrom-Abwicklungsstelle OeMAG zu marktabhängigen Preisen. Das spricht für eine stärker am Eigenverbrauch orientierte Auslegung.
Gefördert wird über den EAG-Investitionszuschuss. 2026 gab es in der Kategorie bis 10 kWp 150 Euro je kWp und 150 Euro je kWh Speicher, wenn der Speicher mindestens 0,5 kWh je kWp hat, gedeckelt bei 50 kWh und höchstens 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Der dritte und letzte Fördercall 2026 endete am 22. Oktober 2026, die Termine für 2027 nannte die Abwicklungsstelle Anfang November noch nicht. Der Nullsteuersatz für Photovoltaikmodule endete laut Finanzministerium grundsätzlich am 31. März 2025; seither gilt wieder der Normalsatz von 20 Prozent.
In der Schweiz nennt PVGIS für Zürich nach Süden mit 35 Grad rund 1.150 kWh je kWp, nach Osten oder Westen rund 900 kWh; im Mittelland und in den Bergen weichen die Werte deutlich ab. Gefördert wird über die Einmalvergütung des Bundes, die Pronovo abwickelt; die kleine Einmalvergütung gilt für Anlagen unter 100 kW. Sie setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem Leistungsbeitrag je kW zusammen, die aktuelle Höhe berechnet der Tarifrechner von Pronovo. Eine Bundesförderung für Speicher nennt Pronovo nicht; einige Kantone und Gemeinden fördern sie nach unserem Stand.
Für eingespeisten Strom gilt seit 2026 laut Swissolar eine Vergütung nach dem vierteljährlich gemittelten Marktpreis, bei Anlagen bis 30 kW abgesichert durch eine Minimalvergütung von 6 Rappen je Kilowattstunde. Eine Umstellung auf stündliche Marktpreise ist nach Angaben von Swissolar beschlossen (Stand Januar 2026). Weil die Vergütung je nach Netzbetreiber stark schwankt, lohnt vor der Größenentscheidung ein Blick in dessen Tarifblatt. Angepasste Dachanlagen meldest du bei der Gemeinde und beim Netzbetreiber; auf Anlage und Montage fällt die normale Mehrwertsteuer von 8,1 Prozent an.
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Häufige Fragen
Wie viel Photovoltaik brauche ich für 3.000 kWh im Jahr?
Rechnerisch rund 3 kWp nach Süden, auf einem Ost-West-Dach rund 3,6 kWp. Weil ein Haushalt ohne Speicher nur einen Teil des Solarstroms zeitgleich verbraucht, sind 5 bis 8 kWp meist die bessere Wahl; mit einem Speicher von 5 kWh deckst du in unserer Modellrechnung dann rund drei Viertel des Verbrauchs.
Wie viel kWp brauche ich für 5.000 kWh?
Bilanziell rund 5 kWp nach Süden oder 6 kWp nach Osten und Westen. Für einen hohen Eigenversorgungsanteil sind 8 bis 10 kWp mit einem Speicher von 5 bis 10 kWh sinnvoll. Steckt in den 5.000 kWh schon ein E-Auto, lohnt es, das Laden in die Mittagsstunden zu legen.
Wie viel kWh erzeugt 1 kWp im Jahr?
In Deutschland nach Süden mit 30 bis 40 Grad Neigung laut PVGIS rund 990 kWh im Norden bis 1.140 kWh im Süden. Nach Osten oder Westen sind es etwa 20 Prozent weniger, flach liegend rund 15 Prozent weniger. Verschattung senkt den Wert zusätzlich.
Wie viele Solarmodule brauche ich für 5 kWp?
Mit Modulen von rund 440 Watt Peak sind es 12 Stück, die zusammen 5,28 kWp leisten. Dafür brauchst du laut den Richtwerten der Verbraucherzentrale etwa 25 bis 35 Quadratmeter Dachfläche, abhängig von Dachform, Fenstern und Randabständen.
Wie viel kWp brauche ich mit Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe verbraucht den größten Teil ihres Stroms im Winter, wenn die PV-Anlage wenig liefert. Plane deshalb so viel Leistung, wie das Dach hergibt, meist 8 bis 12 kWp. Die Verbraucherzentrale nennt für Haushalt und Wärmepumpe ohne Speicher etwa 20 bis 30 Prozent Eigenversorgung, mit Speicher etwa 40 Prozent.
Ist es besser, die PV-Anlage größer zu planen?
Meist ja, solange das Dach passt. Der Preis je kWp sinkt mit der Größe deutlich, und überschüssiger Strom bringt bei Inbetriebnahme bis Ende 2026 noch 7,70 Cent Vergütung für 20 Jahre. Über 7 kW wird ein intelligentes Messsystem Pflicht; dein Kostenanteil ist bei Anlagen bis 15 kW auf 50 Euro brutto im Jahr begrenzt.
Wie groß sollte der Speicher zur PV-Anlage sein?
So groß, dass er an typischen Tagen abends geleert wird. In unserer Modellrechnung bringt bei 4.000 kWh Verbrauch der Schritt von 0 auf 5 kWh deutlich mehr als der von 5 auf 10 kWh. Für 3.000 bis 5.000 kWh liegen sinnvolle Größen meist bei 5 bis 10 kWh nutzbarer Kapazität.
Was bringt eine Ost-West-Anlage im Vergleich zu Süd?
Im Jahr etwa 20 Prozent weniger Ertrag je kWp, dafür verteilt über den Tag. Ohne Speicher steigt dadurch der Eigenverbrauchsanteil, und die Einspeisegrenze von 60 Prozent ohne intelligentes Messsystem kostet bei Ost-West praktisch nichts. Auf einem Satteldach mit Ost- und Westseite passen außerdem doppelt so viele Module.
Quellen
- PVGIS: Photovoltaic Geographical Information System (SARAH3, 2005 bis 2023)
- Arbeitshilfe EEG-Vergütungssätze ab 1. August 2026
- EEG § 9 Abs. 2: Begrenzung der Einspeisung auf 60 Prozent bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems
- MsbG § 30: Preisobergrenzen für intelligente Messsysteme
- UStG § 12 Abs. 3: Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen und Speicher
- Gesetzentwurf der Bundesregierung zum EEG 2027 (29.07.2026)
- Was kostet eine Photovoltaikanlage? (Stand 03.11.2026)
- Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist (Stand 26.08.2026)
- Wärmepumpe mit Photovoltaik
- Stromverbrauch im Haushalt (Werte nach Stromspiegel, 13.05.2025)
- Wärmepumpenfeldtest: Zwischenergebnisse bestätigen effizienten Betrieb auch im Altbau (01.03.2024)
- HTW Berlin: Unabhängigkeitsrechner
- Standardlastprofile Strom, neue Profile 2025 (H25)
- BDEW-Strompreisanalyse (Herbst 2026)
- EAG-Investitionszuschuss Photovoltaik und Speicher
- Steuersatz für Photovoltaikmodule
- Pronovo: Einmalvergütung (EIV)
- Swissolar veröffentlicht Neuregelungen für Photovoltaik-Anlagen 2026 (12.01.2026)
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