Balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk Förderung Bayern 2026/2027: Städte und Stand

Bayern zahlt keinen Landeszuschuss für Balkonkraftwerke. München fördert mit 40 Cent je Watt Peak, Augsburg und Würzburg haben beendet. Stand November 2026.

Von Voltgeber Redaktion Aktualisiert Zuletzt geprüft 7 Min. Lesezeit Gilt für Deutschland

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Balkonkraftwerk Förderung Bayern 2026/2027: Städte und Stand

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein bayerisches Landesprogramm für Balkonkraftwerke haben wir Stand November 2026 nicht gefunden.
  • München zahlt 0,40 Euro je Watt Peak bis 800 Watt Peak, also bis zu 320 Euro, höchstens 50 Prozent der Kosten.
  • Mit München-Pass übernimmt die Stadt 95 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Augsburg förderte Steckersolargeräte von 2023 bis 2025 mit zuletzt 100 Euro; eine Neuauflage ist laut Stadt nicht geplant.
  • Würzburg zahlte seit 2022 pauschal 200 Euro; mit der Förderperiode 2026 entfiel der Zuschuss.

In Bayern gibt es Stand November 2026 keinen Landeszuschuss für Balkonkraftwerke. Geld kommt nur von Städten und Gemeinden, und dort hat sich die Lage 2026 ausgedünnt: München fördert weiter mit 0,40 Euro je Watt Peak, also bis zu 320 Euro, und zahlt Inhabern des München-Passes 95 Prozent der Kosten. Augsburg hat sein Programm Ende 2025 beendet, Würzburg den 200-Euro-Zuschuss mit 2026 eingestellt. Für 2027 ist bislang kein neues Programm bestätigt.

Landesebene: kein bayerisches Programm

Anders als Sachsen, Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern hat der Freistaat Bayern nach unserer Recherche kein eigenes Zuschussprogramm für Steckersolargeräte aufgelegt. Für 2026 haben wir keines gefunden, und alle Übersichten, die wir geprüft haben, nennen für Bayern ausschließlich kommunale Programme. Sollte der Freistaat ein Programm starten, ergänzen wir es hier.

Was in Bayern wie überall in Deutschland gilt, ist der Nullsteuersatz. Nach § 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz zahlst du seit Januar 2023 keine Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerk, Speicher, Halterung und Montage. Du musst dafür nichts beantragen, der Preis im Shop ist der Endpreis. Wie die Förderung auf Bundes- und Landesebene insgesamt aussieht, steht im Überblick zur Förderung.

Städte in Bayern: Stand November 2026

Die Tabelle fasst zusammen, was wir für größere bayerische Städte auf den offiziellen Seiten der Kommunen prüfen konnten. Wo uns keine Primärquelle vorlag, steht das ausdrücklich dabei.

Stadt Programm Betrag für Steckersolargeräte Status Stand November 2026
München Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) 0,40 Euro je Watt Peak bis 800 Watt Peak, max. 50 Prozent der Kosten; mit München-Pass 95 Prozent aktiv, kein Enddatum veröffentlicht
Augsburg Augsburger Solarförderprogramm 2023 bis 2025 zuletzt 100 Euro je Gerät ab 350 Watt Peak beendet im Dezember 2025, keine Neuauflage geplant
Würzburg Zuschuss für Balkonkraftwerke 200 Euro pauschal, seit 2022 mit der Förderperiode 2026 entfallen
Erlangen kommunale Förderung erneuerbarer Energien früher bis zu 180 Euro (nicht amtlich bestätigt) nicht bestätigt; die Stadtseite nennt aktuell nur Beratung
Regensburg Regensburg effizient, Förderung der Photovoltaik (Richtlinie vom 1. Januar 2026) für fest installierte Anlagen 100 Euro je kWp; ob Steckersolargeräte förderfähig sind, ist nicht bestätigt unklar
Fürth KlimaOffensive von Stadt und infra fürth Angaben in Sekundärquellen zwischen 75 und 100 Euro nicht bestätigt
Nürnberg kein Zuschuss gefunden Beratung über die Stadt
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Ob es in Bayern Geld gibt, entscheidet die Postleitzahl: Zuschüsse kommen nur von Städten und Gemeinden.

München: das größte Programm in Bayern

München fördert Steckersolargeräte im Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude des Referats für Klima- und Umweltschutz. Die Bedingungen laut Seite der Stadt, Stand November 2026:

  • Betrag: 0,40 Euro je Watt Peak Modulleistung, gefördert werden höchstens 800 Watt Peak je Wohneinheit. Das ergibt bis zu 320 Euro, gedeckelt auf 50 Prozent der Kosten. Hast du mehr als 800 Watt Peak, wird nur der Anteil bis 800 Watt Peak gefördert.
  • München-Pass: Inhaber erhalten 95 Prozent der förderfähigen Kosten für Gerät und gegebenenfalls eine geeignete Steckdose. Der gültige Pass gehört zum Antrag.
  • Speicher: Ein zusammen mit dem Gerät gekaufter Speicher ist förderfähig, ebenfalls bis höchstens 50 Prozent.
  • Wer: Privatpersonen, die in der Wohneinheit wohnen, in der das Gerät hängt; das Gebäude muss im Stadtgebiet liegen. Rechnung und Zahlung müssen auf die antragstellende Person laufen.
  • Reihenfolge: Erst Antrag im Förderportal, dann Bestellung. Liegt das Rechnungsdatum vor dem Antrag, wird abgelehnt.
  • Fristen: Inbetriebnahme und Verwendungsnachweis innerhalb eines Jahres, Verlängerung um ein Jahr möglich. Du verpflichtest dich, das Gerät mindestens zehn Jahre zu betreiben; bei Wegzug aus München wird anteilig zurückgefordert.
  • Bearbeitung: Laut Stadt dauert die Prüfung derzeit etwa einen Monat, die Auszahlung folgt acht bis zehn Wochen nach dem Bescheid.

Ein Budget oder einen Antragsstopp nennt die Seite nicht. Das heißt nicht, dass das Geld unbegrenzt ist; frag im Zweifel per E-Mail beim Referat nach, bevor du bestellst.

Augsburg: Programm 2023 bis 2025 beendet

Augsburg förderte Steckersolargeräte im Solarförderprogramm 2023 bis 2025 mit zuletzt 100 Euro je Gerät ab 350 Watt Peak, nur mit Antrag vor dem Auftrag. Laut Bilanz des Umweltamts im Umweltausschuss vom 2. Februar 2026 gab es Stand 28. Januar 2026 gültige Förderzusagen für 674 Steckersolargeräte mit zusammen 653 Kilowatt Peak, rund 42 Prozent aller 2024 und 2025 im Stadtgebiet registrierten Geräte. Seit Juni 2025 gab es nur noch eine Nachrückerliste, im Dezember 2025 endete das Programm. Die Stadt bearbeitet noch eingehende Mittelabrufe; eine Neuauflage ist laut derselben Präsentation aktuell nicht geplant. Die kostenfreie Beratung der Solaroffensive läuft weiter.

Würzburg: 200-Euro-Zuschuss mit 2026 eingestellt

Würzburg zahlte seit 2022 pauschal 200 Euro je Balkonkraftwerk. Mit der Förderperiode 2026 gibt es diesen Zuschuss laut Stadt nicht mehr, begründet mit den deutlich gesunkenen Gerätepreisen. Die frei werdenden Mittel fließen in das Programm KlimaStadt Würzburg, das am 25. April 2026 mit 14 Bausteinen und einem Jahresbudget von 190.000 Euro gestartet ist. In der Pressemitteilung zum Start werden Balkonkraftwerke nicht als Baustein genannt; eine Übersichtsseite der Stadt führt sie dagegen im Bereich Photovoltaik auf. Ob Steckersolargeräte darüber 2026 förderfähig sind, konnten wir nicht bestätigen; frag vor dem Kauf bei der Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit nach.

Weitere Städte und Gemeinden

Für Erlangen nennt ein Ratsdokument aus 2024 eine Förderung von bis zu 180 Euro, mit Antrag vor dem Kauf. Die städtische Serviceseite zu kommunalen Förderungen mit Stand 28. Oktober 2026 verweist für Balkon-PV aber nur auf die kostenlose Beratung des ehrenamtlichen Arbeitskreises. Ob noch Geld fließt, ist nicht bestätigt.

In Regensburg gilt seit 1. Januar 2026 eine neue Richtlinie im Programm Regensburg effizient für Photovoltaik, nach Angaben der Fördermitteldatenbank von co2online mit 100 Euro je Kilowatt Peak, höchstens 1.500 Euro, für fest installierte Anlagen. Das Antragsformular nennt im Titel auch Steckersolargeräte; die Richtlinie selbst war bei unserem Abruf nicht erreichbar. Kläre den Fördersatz direkt bei der Stabsstelle Klimaschutz.

Für Fürth nennen Ratgeberseiten einen Zuschuss für steckerfertige Anlagen aus der KlimaOffensive von Stadt und infra fürth, mit Beträgen zwischen 75 und 100 Euro. Eine Primärquelle mit Stand 2026 lag uns nicht vor. Für Nürnberg haben wir keinen städtischen Zuschuss gefunden.

Daneben haben einzelne kleinere Gemeinden und Landkreise in Bayern eigene Programme, oft mit Beträgen zwischen 50 und 250 Euro und kleinen Budgets. Diese Programme ändern sich zu schnell für eine verlässliche Liste. Die Suche danach beschreibt der nächste Abschnitt.

2027: Was feststeht und was offen ist

Für 2027 steht Stand November 2026 wenig fest. Bekannt ist:

  • München nennt für das FKG kein Enddatum. Ein eigenes Budget für 2027 ist nicht veröffentlicht, Fördersätze können sich mit einer neuen Richtlinie ändern.
  • Augsburg plant laut Umweltamt keine Neuauflage. Sollte der Stadtrat anders entscheiden, wäre das ein neuer Beschluss.
  • Würzburg hat den pauschalen Zuschuss abgeschafft und fördert über ein breiteres Programm mit Jahresbudget.
  • Freistaat Bayern: Kein angekündigtes Programm.

Kommunale Budgets werden in der Regel mit dem Haushalt für das Folgejahr beschlossen, also zwischen November und Februar. Neue Programme für 2027 werden daher frühestens zum Jahreswechsel sichtbar. Der Titel dieser Seite nennt 2026 und 2027, weil wir den Stand zum Jahreswechsel fortschreiben; bestätigte Programme für 2027 gibt es zum Zeitpunkt der Prüfung nur in Form des laufenden Münchner Programms ohne Enddatum.

So findest du ein Programm in deiner Gemeinde

  1. Gemeinde und Landkreis prüfen. Suche auf der Website deiner Kommune nach “Balkonkraftwerk”, “Steckersolar” und “Förderung”. Zuständig sind meist Umweltamt, Klimaschutzmanagement oder die Energieagentur des Landkreises.

  2. Stadtwerke fragen. Örtliche Versorger haben manchmal eigene Zuschüsse, teils an einen Stromvertrag gebunden. Rechne nach, ob der Tarif den Bonus wert ist.

  3. Datenbanken nutzen. Die Förderdatenbank des Bundes listet Landes- und Bundesprogramme, kommunale nur teilweise. Private Fördermitteldatenbanken sind nützlich als Hinweis, ersetzen aber nicht die Richtlinie der Kommune.

  4. Richtlinie lesen. Entscheidend sind Reihenfolge von Antrag und Kauf, Mindestleistung, Nachweise und die Mindestbetriebsdauer.

  5. Budget erfragen. Schreib eine kurze Mail an die Förderstelle, bevor du bestellst: Ist noch Geld da, ab wann darf gekauft werden?

Was ein Zuschuss an der Rechnung ändert

Ein Set mit zwei Modulen von zusammen 880 Watt Peak und Halterung kostet Stand November 2026 etwa 400 bis 750 Euro. In München ergibt das 0,40 Euro mal 800 Watt Peak, also 320 Euro Zuschuss, solange die Hälfte der Kosten nicht überschritten wird. Bei einem Set für 700 Euro sinkt der Eigenanteil auf 380 Euro. Spart die Anlage 150 Euro im Jahr, ist sie statt nach gut viereinhalb Jahren schon nach gut zweieinhalb Jahren bezahlt. Bei einem Set für 500 Euro greift die Obergrenze von 50 Prozent, der Zuschuss beträgt dann 250 Euro. Wie du die Amortisation für deinen Balkon rechnest, steht im Guide zur Frage, wann sich ein Balkonkraftwerk lohnt.

Ohne Zuschuss rechnet sich ein Balkonkraftwerk in Bayern trotzdem: Die Sonneneinstrahlung liegt im Süden Deutschlands eher über dem Bundesdurchschnitt. Lass dich von einem Förderprogramm nicht zu einem schlechteren oder teureren Gerät drängen; was ein Set kosten darf, steht im Guide zu den Kosten.

Mieter, Anmeldung und Nachweise

Für die Förderung brauchst du fast immer drei Nachweise: Rechnung, Registrierungsbestätigung aus dem Marktstammdatenregister und ein Foto der montierten Anlage. Die Registrierung ist ohnehin Pflicht, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme; wie sie geht, zeigt die Anleitung zur Anmeldung.

Als Mieter brauchst du die Zustimmung des Vermieters, hast aber seit Oktober 2024 nach § 554 BGB einen Anspruch darauf. München verlangt die Einwilligung laut FAQ nicht als Anlage zum Antrag, Augsburg verlangte sie. Wie du den Antrag an den Vermieter formulierst, steht im Guide für Mieter.

Nächste Schritte

Häufige Fragen

Gibt es in Bayern eine Landesförderung für Balkonkraftwerke?

Nach unserer Recherche nicht, Stand November 2026. Der Freistaat hat kein eigenes Zuschussprogramm für Steckersolargeräte. Bundesweit gilt der Nullsteuersatz, Zuschüsse kommen nur von Städten, Gemeinden und Stadtwerken.

Wie viel Förderung gibt es in München für ein Balkonkraftwerk?

Die Stadt zahlt 0,40 Euro je Watt Peak Modulleistung bis 800 Watt Peak je Wohneinheit, also höchstens 320 Euro, gedeckelt auf 50 Prozent der Kosten. Inhaber des München-Passes erhalten 95 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Antrag muss vor Bestellung oder Kauf gestellt werden.

Gibt es 2027 eine Balkonkraftwerk-Förderung in Bayern?

Das ist offen. Für München nennt die Stadt kein Enddatum, ein Budget für 2027 ist aber nicht veröffentlicht. Augsburg plant laut Umweltamt keine Neuauflage, Würzburg hat den Zuschuss mit 2026 eingestellt. Kommunale Budgets für 2027 werden meist im Winter mit dem Haushalt beschlossen.

Fördert Nürnberg Balkonkraftwerke?

Einen städtischen Zuschuss für Steckersolargeräte haben wir für Nürnberg Stand November 2026 nicht gefunden. Prüfe vor dem Kauf trotzdem die Seiten der Stadt und des örtlichen Versorgers, da Programme kurzfristig starten können.

Kann ich die Förderung nach dem Kauf beantragen?

In den bayerischen Programmen, die wir geprüft haben, nicht. München lehnt Anträge ab, wenn das Rechnungsdatum vor der Antragstellung liegt, Augsburg und Würzburg verlangten ebenfalls den Antrag vor dem Auftrag.

Brauche ich für die Münchner Förderung die Zustimmung des Vermieters?

Nach den FAQ der Stadt musst du die Einwilligung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft nicht mit dem Antrag einreichen. Die Zustimmung brauchst du für die Montage trotzdem; seit Oktober 2024 hast du als Mieter darauf einen gesetzlichen Anspruch.

Quellen

  1. Landeshauptstadt München: Förderung von Stecker-Solar-Geräten (FKG) Landeshauptstadt München, Referat für Klima- und Umweltschutz, abgerufen am 03.11.2026
  2. Augsburger Solarförderprogramm 2023 bis 2025: Übersicht Förderbedingungen (gültig ab 3.1.2025) Stadt Augsburg, Umweltamt, abgerufen am 03.11.2026
  3. Augsburger Solarförderprogramm 2023 bis 2025, vorgestellt im Umweltausschuss am 2. Februar 2026 Stadt Augsburg, Umweltamt, Abteilung Klimaschutz, abgerufen am 03.11.2026
  4. Stadt Würzburg: Balkonkraftwerke in Würzburg Stadt Würzburg, abgerufen am 03.11.2026
  5. Stadt Würzburg: Neues Förderprogramm KlimaStadt Würzburg (Pressemitteilung vom 23.04.2026) Stadt Würzburg, abgerufen am 03.11.2026
  6. Stadt Erlangen: Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien, kommunale Förderung Stadt Erlangen, abgerufen am 03.11.2026
  7. UStG § 12 Abs. 3: Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 03.11.2026
  8. Förderdatenbank des Bundes Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 03.11.2026
  9. co2online Fördermitteldatenbank: Stadt Regensburg, Förderprogramm Regensburg effizient, Photovoltaik co2online, abgerufen am 03.11.2026

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