Solaranlage

Solarmodul 500 Watt: Maße, Gewicht, Preis und Ertrag

Ein Solarmodul mit 500 Watt misst rund 1,96 × 1,13 m, wiegt 23 bis 27 kg und liefert nach Süden etwa 450 bis 525 kWh im Jahr. Datenblätter, Preise, Regeln.

Von Voltgeber Redaktion Aktualisiert Zuletzt geprüft 9 Min. Lesezeit Gilt für DeutschlandÖsterreichSchweiz
Solarmodul 500 Watt: Maße, Gewicht, Preis und Ertrag

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein PV-Modul mit 500 Watt misst nach Herstellerdatenblättern etwa 1.954 bis 1.961 × 1.134 × 30 Millimeter, also rund 2,2 Quadratmeter.
  • Das Gewicht liegt bei 23,5 Kilogramm (Trina Vertex S+ mit 1,6-mm-Doppelglas) bis 27,2 Kilogramm (AIKO Neostar 2S+ mit 2-mm-Doppelglas).
  • Der Modulwirkungsgrad liegt bei 500 Watt um 22,5 Prozent; der Strom im Leistungspunkt bei 13 bis 15 Ampere.
  • Nach Süden mit 30 Grad Neigung liefert ein 500-Watt-Modul in Deutschland etwa 450 bis 525 Kilowattstunden im Jahr, senkrecht am Geländer etwa 325 bis 375.
  • Am Balkonkraftwerk ergeben zwei 500-Watt-Module 1.000 Watt Peak; dafür sieht die Produktnorm eine Energiesteckdose statt Schuko vor.

Ein Solarmodul mit 500 Watt misst bei den gängigen Modellen rund 1,96 mal 1,13 Meter, wiegt laut Herstellerdatenblättern 23 bis 27 Kilogramm und hat einen Wirkungsgrad um 22,5 Prozent. In Deutschland liefert es nach Süden mit 30 Grad Neigung etwa 450 bis 525 Kilowattstunden im Jahr. Im Einzelkauf kosteten PV-Module mit 500 W im Jahr 2026 nach Preisübersichten grob 75 bis 160 Euro.

Maße und Gewicht von 500-Watt-Modulen

Ob im Shop von einem Solarpanel mit 500 Watt, einem PV-Modul mit 500 W oder einem 500W-Solarmodul die Rede ist: Gemeint ist dieselbe Leistungsklasse. Sie ist das größte Format, das noch gut aufs Einfamilienhausdach und mit Einschränkungen an Balkon oder Carport passt. Fast alle Hersteller halten die Breite bei 1.134 Millimetern, damit Montagesysteme und Paletten einheitlich bleiben; die Länge liegt knapp unter 2 Metern. Die folgende Tabelle zeigt zwei aktuelle Datenblätter und zum Vergleich das kompaktere Format, in dem viele Module um 450 Watt angeboten werden.

Modell (Datenblatt) Leistung Maße in mm Fläche Gewicht Glas Max. Wirkungsgrad
Trina Vertex S+ TSM-500NEG18R.28 500 Wp 1.961 × 1.134 × 30 2,22 m² 23,5 kg 1,6 + 1,6 mm 22,5 %
AIKO Neostar 2S+ AIKO-A500-MAH60Db 500 Wp 1.954 × 1.134 × 30 2,22 m² 27,2 kg 2,0 + 2,0 mm 22,6 %
Trina Vertex S+ G3 TSM-NEG9RP.28Z (vorläufig) 465 bis 485 Wp 1.762 × 1.134 × 30 2,00 m² 21,1 kg 1,6 + 1,6 mm 24,3 %

Aus dem Gewicht ergibt sich die Flächenlast: Ein 500-Watt-Doppelglasmodul bringt etwa 10,5 bis 12,5 Kilogramm je Quadratmeter auf das Dach, ohne Unterkonstruktion. Auf dem Steildach ist das unkritisch, auf alten Flachdächern, Garagen und Carports prüft ein Statiker die Reserve. Die Datenblätter nennen Testlasten von 5.400 Pascal Schnee und 2.400 Pascal Wind; welche Lasten am Einbauort tatsächlich zulässig sind, hängt zusätzlich von Klemmbereichen und Montagesystem ab.

Hinter den Zahlen stecken zwei Bauweisen. Trina kommt mit 108 Zellen auf rechteckigen 210-Millimeter-Wafern auf 500 Watt, AIKO mit 120 Zellen in Rückkontakttechnik. Für dich als Käufer zählt das wenig; wichtig sind Format, Gewicht und die elektrischen Werte.

Elektrische Daten: Was im Datenblatt steht

Wer ein 500-Watt-Modul mit einem Wechselrichter kombiniert, braucht vier Werte aus dem Datenblatt. Sie gelten unter Standard-Testbedingungen: 1.000 Watt Einstrahlung je Quadratmeter, 25 Grad Zelltemperatur.

Wert (STC) Trina TSM-500NEG18R.28 AIKO-A500-MAH60Db
Spannung im Leistungspunkt (Vmpp) 33,3 V 37,90 V
Strom im Leistungspunkt (Impp) 15,03 A 13,21 A
Leerlaufspannung (Voc) 40,1 V 45,02 V
Kurzschlussstrom (Isc) 15,86 A 14,05 A
Temperaturkoeffizient der Leistung −0,29 %/°C −0,26 %/°C
Leistung bei NOCT 382 W 379 W

Zwei Dinge fallen auf. Erstens der hohe Strom: 13 bis 15 Ampere sind mehr, als ältere Wechselrichter je Eingang verarbeiten. Ein Modul mit höherem Strom beschädigt einen Wechselrichter in der Regel nicht, solange dessen zulässiger Kurzschlussstrom eingehalten ist, der Wechselrichter begrenzt dann aber den nutzbaren Strom. Prüfe deshalb beide Werte im Datenblatt des Wechselrichters.

Zweitens die Leistung bei NOCT, also bei 800 Watt Einstrahlung und 20 Grad Luft: Sie liegt bei beiden Modellen um 380 Watt. Das ist näher an dem, was ein 500-Watt-Modul an einem guten Sommertag tatsächlich liefert. Für Stringplanungen auf dem Dach steigt die Leerlaufspannung bei Kälte: Beim Trina-Modul mit −0,24 Prozent je Grad sind es bei −10 Grad rund 43,5 statt 40,1 Volt.

Wie viel Strom ein 500-Watt-Modul im Jahr liefert

Der Jahresertrag hängt vor allem von Ausrichtung, Neigung und Schatten ab, kaum vom Hersteller. Die folgenden Werte sind Modellrechnungen für Deutschland auf Basis von PVGIS mit rund 20 Prozent Systemverlusten; Norddeutschland liegt am unteren, Süddeutschland am oberen Ende.

Ausrichtung und Neigung Ertrag je kWp und Jahr 1 Modul mit 500 Wp 4 Module mit 2.000 Wp (Dach)
Süd, 30 Grad etwa 900 bis 1.050 kWh etwa 450 bis 525 kWh etwa 1.800 bis 2.100 kWh
Süd, flach (10 Grad) etwa 830 bis 960 kWh etwa 415 bis 480 kWh etwa 1.660 bis 1.920 kWh
Ost oder West, 30 Grad etwa 730 bis 840 kWh etwa 365 bis 420 kWh etwa 1.460 bis 1.680 kWh
Süd, senkrecht etwa 650 bis 750 kWh etwa 325 bis 375 kWh etwa 1.300 bis 1.500 kWh
Ost oder West, senkrecht etwa 450 bis 520 kWh etwa 225 bis 260 kWh etwa 900 bis 1.040 kWh

Die Spalte für vier Module gilt für eine Dachanlage ohne Begrenzung. Am Balkonkraftwerk regelt der 800-Watt-Wechselrichter mittags ab, der Ertrag von vier Modulen liegt dort deutlich niedriger; die Zahlen dazu stehen im Guide zu 2.000 Watt. Wie stark Schatten und Monatsverlauf ins Gewicht fallen, erklärt der Guide zum Ertrag.

JFMAMJJASOND
Ein 500-Watt-Modul liefert nach Süden mit 30 Grad Neigung etwa 450 bis 525 Kilowattstunden im Jahr, senkrecht rund ein Viertel weniger.

Was ein Solarmodul mit 500 Watt kostet

Modulpreise schwanken stark nach Händler, Menge und Marke. Im Großhandel lagen chinesische Markenmodule nach einer Übersicht des Portals 42watt vom Juli 2026 bei etwa 0,07 bis 0,14 Euro je Watt Peak; der Modulpreisindex von pvXchange beschrieb im September 2026 moderat sinkende Komponentenpreise. Endkunden zahlen im Einzelkauf deutlich mehr.

Kaufweg (Preisübersicht 42watt, Juli 2026) Preis je 500-Watt-Modul je Watt Peak
Einzelkauf, Markenmodul im Onlinehandel etwa 75 bis 160 Euro etwa 0,15 bis 0,32 Euro
Premium-Modul oder Fachhandel vor Ort bis etwa 275 Euro bis etwa 0,55 Euro
Palette, ab etwa 30 Stück oft unter dem Einzelpreis abhängig von Händler und Menge
Großhandel für Installateure etwa 35 bis 70 Euro etwa 0,07 bis 0,14 Euro

Die Spannen stammen aus der Preisübersicht des Portals 42watt vom Juli 2026 und sind Momentaufnahmen, keine Listenpreise; die dort genannten Einzelpreise für 500-Watt-Modelle reichen von rund 75 bis 160 Euro. In Deutschland zahlen Privatleute beim Kauf von Modulen für eine Anlage auf oder an einem Wohngebäude nach § 12 Absatz 3 UStG keine Mehrwertsteuer; das gilt auch für Balkonkraftwerke. Versandkosten für Module sind wegen Größe und Glas oft hoch, beim Einzelkauf lohnt der Blick auf Abholung.

Glas-Glas oder Glas-Folie

In der 500-Watt-Klasse bieten viele Hersteller Doppelglasmodule an, daneben gibt es Glas-Folie-Module mit einer Kunststoffrückseite. Die Bauweise entscheidet über Gewicht, Garantie und Robustheit:

Bauweise Beispiel aus Datenblättern Glas Gewicht Garantie Produkt / Leistung
Glas-Folie Trina Vertex S TSM-DE09R.08, 415 bis 435 Wp 3,2 mm vorn, Folie hinten 21,8 kg 15 / 25 Jahre
Doppelglas, dünn Trina Vertex S+ TSM-NEG18R.28, 485 bis 510 Wp 1,6 + 1,6 mm 23,5 kg 25 / 30 Jahre
Doppelglas, dick AIKO Neostar 2S+ A-MAH60Db, 500 bis 520 Wp 2,0 + 2,0 mm 27,2 kg 25 / 30 Jahre

Doppelglas schützt die Zellen von beiden Seiten gegen Feuchtigkeit, und die Hersteller geben dafür längere Garantien. Dünnes Doppelglas hält das Gewicht nahe an Glas-Folie-Modulen; dickeres Glas wiegt mehr, ist aber steifer. Bifaziale Doppelglasmodule nehmen zusätzlich Licht über die Rückseite auf, was nur bei Aufständerung über hellem Untergrund einen nennenswerten Mehrertrag bringt.

500 Watt am Balkon: was die Regeln sagen

Für ein Balkonkraftwerk erlaubt § 8 Absatz 5a EEG bis zu 2.000 Watt Peak Modulleistung bei höchstens 800 Voltampere Wechselrichterleistung. Mit 500-Watt-Modulen sind das genau vier Stück. Drei praktische Grenzen kommen hinzu:

  • Stecker: Zwei Module ergeben 1.000 Watt Peak und liegen damit über den 960 Watt Peak, bis zu denen die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 einen Schuko-Stecker mit Zusatzschutz vorsieht. Darüber nennt sie eine Energiesteckdose, die eine Elektrofachkraft setzt; Details im Guide zur Wieland-Steckdose.
  • Gewicht und Größe: Knapp 2 Meter Länge und bis zu 27 Kilogramm sind für ein Balkongeländer viel. Hochkant montiert ragt ein solches Modul fast einen Meter über ein übliches Geländer hinaus, quer braucht es knapp 2 Meter Brüstungsbreite; die Windlast steigt mit der Fläche. Welche Halterungen dafür freigegeben sind, steht im Guide zur Halterung.
  • Wechselrichter: Bei 13 bis 15 Ampere je Modul muss der Eingangsstrom des Wechselrichters passen.

Für zwei Module am Geländer ist ein kompakteres Modul um 450 Watt oft die praktischere Wahl. Auf Flachdach, Garage oder im Garten spielen die 500-Watt-Module ihre Stärke aus. Was bei 1.000 Watt Peak sonst gilt, erklärt der Guide zu 1.000 Watt.

500 Watt auf dem Dach: Planung einer PV-Anlage

Auf dem Hausdach ist die 500-Watt-Klasse heute Standard. Für eine Anlage mit 10 Kilowatt Peak brauchst du 20 Module, die zusammen rund 44 Quadratmeter Modulfläche belegen und ohne Unterkonstruktion 470 bis 545 Kilogramm wiegen. Mit Randabständen und Lücken zwischen den Reihen ist die benötigte Dachfläche größer. Wie eine solche Anlage samt Speicher aufgebaut ist und was sie kostet, steht im Guide zur PV-Anlage mit 10 kWp und Speicher.

Lange Module verlangen ein passendes Montagesystem. Die Hersteller geben in ihren Installationsanleitungen vor, in welchen Bereichen des Rahmens geklemmt werden darf und welche Lasten dann gelten. Auf Ziegeldächern bestimmen Abstand und Zahl der Dachhaken die Tragfähigkeit; Hinweise dazu bietet der Guide zum PV-Montagesystem.

Kaufentscheidung in fünf Schritten

  1. Platz messen. Miss die verfügbare Fläche und prüfe, ob knapp 2 Meter Modullänge hineinpassen. Am Balkon entscheidet oft die Breite der Brüstung, auf dem Dach die Lage von Fenstern, Kamin und Randzonen.

  2. Datenblatt holen. Lade das Datenblatt zur genauen Typenbezeichnung herunter, etwa TSM-500NEG18R.28. Händlerangaben weichen gelegentlich ab, das Datenblatt des Herstellers gilt.

  3. Elektrische Werte abgleichen. Vergleiche Impp, Isc und Voc mit den Eingangsdaten des Wechselrichters. Bei Stringwechselrichtern rechnest du die Leerlaufspannung für die kälteste zu erwartende Temperatur hoch.

  4. Bauweise wählen. Doppelglas ist robuster gegen Feuchte und hat meist längere Produktgarantien, ist aber schwerer. Bifaziale Module bringen nur Mehrertrag, wenn Licht auf die Rückseite fällt, etwa bei Aufständerung über hellem Untergrund.

  5. Garantien vergleichen. Achte auf Produktgarantie in Jahren, die zugesicherte Restleistung nach 25 oder 30 Jahren und darauf, wer im Garantiefall dein Ansprechpartner ist.

Häufige Fehler

  • Modulleistung mit Einspeiseleistung verwechseln. Vier 500-Watt-Module am Balkonkraftwerk speisen trotzdem höchstens 800 Watt ein.
  • Nur auf den Preis je Modul schauen. Bei Paletten und Versand entscheidet der Gesamtpreis inklusive Lieferung und Montagematerial.
  • Stecker und Kabel mischen. Stecker und Buchse einer DC-Steckverbindung müssen nach der Normauslegung der DKE vom selben Hersteller stammen; ein ähnlich aussehender Stecker anderer Bauart ist keine sichere Verbindung.
  • Bifazial-Leistung einrechnen. Für die Grenzen und für den Vergleich zählt die Nennleistung der Vorderseite laut Datenblatt.
  • Unterkonstruktion vergessen. Ein 27-Kilogramm-Modul an einer Halterung ohne Lastangabe ist ein Risiko, besonders bei Wind.

Österreich und Schweiz

In Österreich gilt der Nullsteuersatz für kleine PV-Anlagen nicht mehr; nach Angaben der Wirtschaftskammer fallen seit 1. April 2025 wieder 20 Prozent Umsatzsteuer an. Ein Modul, das in Deutschland 120 Euro kostet, kostet damit bei gleichem Nettopreis rund 144 Euro. Für Balkonkraftwerke gilt eine Grenze von 800 Watt Engpassleistung je Netzbenutzer; eine eigene Obergrenze für die Modulleistung wie in Deutschland nennt E-Control nicht. Für Dachanlagen gibt es Investitionszuschüsse nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, die in Förderaufrufen vergeben werden.

In der Schweiz sind 500-Watt-Module auf Hausdächern ebenso verbreitet. Auf Module fällt die normale Mehrwertsteuer von 8,1 Prozent an. Für steckerfertige Anlagen gilt nach der Mitteilung des Starkstrominspektorats ESTI eine Grenze von 600 Watt AC je Bezügerleitung; mehr Modulleistung bringt dort vor allem in den Randstunden etwas. Dachanlagen fördert der Bund mit der Einmalvergütung, die Pronovo abwickelt.

Nächste Schritte

Häufige Fragen

Wie groß ist ein Solarmodul mit 500 Watt?

Die gängigen Modelle messen etwa 1,95 bis 1,96 Meter in der Länge und 1,13 Meter in der Breite bei 30 Millimetern Rahmenhöhe. Das sind rund 2,2 Quadratmeter. Kompaktere Module im Format 1.762 × 1.134 Millimeter erreichen Stand 2026 bis etwa 485 Watt.

Wie schwer ist ein 500-Watt-Solarmodul?

Laut Datenblättern zwischen etwa 23 und 27 Kilogramm. Doppelglasmodule mit 2 Millimeter dicken Scheiben liegen am oberen Ende, Module mit 1,6-Millimeter-Glas am unteren. Für eine Montage am Balkongeländer ist das viel Gewicht pro Stück.

Wie viel Strom erzeugt ein 500-Watt-Modul pro Tag?

Nach Süden mit 30 Grad Neigung im Jahresmittel etwa 1,2 bis 1,4 Kilowattstunden je Tag. An klaren Sommertagen sind es 2,5 bis 3, an trüben Wintertagen oft unter 0,3 Kilowattstunden. Die Werte sind Modellrechnungen auf Basis von PVGIS.

Was kostet ein Solarmodul mit 500 Watt?

Im Einzelkauf lagen PV-Module mit 500 Watt nach Preisübersichten von Fachportalen 2026 grob zwischen 75 und 160 Euro, je nach Marke und Händler. Pro Watt Peak sind das etwa 0,15 bis 0,32 Euro. In Deutschland fällt für Privatleute auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer an.

Kann ich 500-Watt-Module für ein Balkonkraftwerk verwenden?

Ja, bis zu vier Stück, denn erlaubt sind 2.000 Watt Peak Modulleistung bei 800 Voltampere Wechselrichterleistung. Schon zwei Module ergeben aber 1.000 Watt Peak; dafür sieht die Produktnorm statt Schuko eine Energiesteckdose vor. Außerdem müssen Halterung und Wechselrichter zu Größe und Strom passen.

Passt jedes 500-Watt-Modul an jeden Mikrowechselrichter?

Nicht unbedingt. Module der 500-Watt-Klasse liefern im Leistungspunkt 13 bis 15 Ampere und im Kurzschluss bis knapp 16 Ampere. Vergleiche diese Werte mit dem zulässigen Eingangsstrom und Kurzschlussstrom im Datenblatt des Wechselrichters.

Lohnt sich ein 500-Watt-Modul gegenüber einem 450-Watt-Modul?

Auf dem Dach meist ja, weil weniger Module und Klemmen für dieselbe Leistung nötig sind. Am Balkon entscheidet eher der Platz: Das 500-Watt-Modul ist rund 20 Zentimeter länger und etwas schwerer. Pro Quadratmeter liefern beide etwa gleich viel.

Quellen

  1. Trina Solar: Datenblatt Vertex S+ TSM-NEG18R.28 (DE, 2024 C) Trina Solar, abgerufen am 04.11.2026
  2. AIKO: Datenblatt Neostar 2S+ AIKO-A-MAH60Db, 500 bis 520 W AIKO (Datenblatt, gehostet von Axilogi), abgerufen am 04.11.2026
  3. Trina Solar: Datenblatt Vertex S TSM-DE09R.08 (DE, 2022) Trina Solar (Datenblatt, gehostet von aceflex), abgerufen am 04.11.2026
  4. Trina Solar: Vertex S+ TSM-NEG18R.28, Produktseite Trina Solar, abgerufen am 04.11.2026
  5. Trina Solar: Datenblatt Vertex S+ G3 TSM-NEG9RP.28Z (2026, vorläufig) Trina Solar, abgerufen am 04.11.2026
  6. EEG § 8 Abs. 5a: vereinfachter Netzanschluss für Steckersolargeräte Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 04.11.2026
  7. UStG § 12 Abs. 3: Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 04.11.2026
  8. VDE: Weltweit erste Produktnorm für Steckersolargeräte (DIN VDE V 0126-95) VDE, abgerufen am 04.11.2026
  9. DKE: Normauslegung zur DIN VDE V 0126-95 (17.12.2025) DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik, abgerufen am 04.11.2026
  10. PVGIS: Photovoltaic Geographical Information System Europäische Kommission, Joint Research Centre, abgerufen am 04.11.2026
  11. Solarmodul 500 Watt: Maße, Preise, Hersteller (14.07.2026) 42watt, abgerufen am 04.11.2026
  12. pvXchange-Modulpreisindex: Droht uns ein Altmaier-Knick 2.0? (18.09.2026) pv magazine, abgerufen am 04.11.2026
  13. E-Control: Anschluss von Kleinsterzeugungsanlagen (Mini-PV-Anlagen) E-Control Austria, abgerufen am 04.11.2026
  14. WKO: Streichung der USt-Befreiung auf PV-Anlagen Wirtschaftskammer Österreich, abgerufen am 04.11.2026
  15. ESTI-Mitteilung 7/2014: Plug-&-Play-Photovoltaikanlagen Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI, abgerufen am 04.11.2026

Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die Vorgaben deines Netzbetreibers und deiner Kommune.